Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaften (#1): Zugänge zur Geschichte der Vormoderne

Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaften (#1): Zugänge zur Geschichte der Vormoderne
Published:
2017 by FernUniversität in Hagen
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Im Anschluss an die historische Einführung, die aus programmatischer Per-spektive um den Begriff der "Moderne" kreist, erläutert dieser Kurs an ausgewählten Beispielen, was die moderne historische Forschung methodisch ausmacht. Im Zentrum stehen zentrale Begriffe, Modelle und Theorien, die Historiker heutzutage verwenden, um komplexe Themen und Zusammenhänge zu untersuchen und vor allem problemorientiert zu entfalten und zu diskutieren - dies aber nicht abstrakt, sondern an konkreten Fallbeispielen. In KE 1 erkundet das Lehrgebiet Geschichte und Gegenwart Alteuropas drei unterschiedliche Zugänge zur Geschichte der Vormoderne: die Arbeiten zum kollektiven Gedächtnis von Aleida und Jan Assman (Kap. 1), die mikrogeschichtliche Analyse eines Dorfes auf der schwäbischen Alb von David Sabean (Kap. 2), und den makrohistorischen Rundumschlag zur Verschränkung von materieller Alltagskultur, Marktwirtschaft und Kapitalismus von Fernand Braudel (Kap. 3). In KE 2 richtet das Lehrgebiet Neuere Deutsche und Europäische Geschichte den Blick auf vier Ansätze der Neueren Geschichte, die jeweils durch einen prominenten Text repräsentiert sind: die Historische Sozialwissenschaft durch das Deutsche Kaiserreich von Hans-Ulrich Wehler (Kap. 1), die Geschlechtergeschichte durch den Aufsatz zur Polarisierung der Geschlechtscharaktere? von Karin Hausen (Kap. 2), die Historische Biographik durch den Wallenstein von Golo Mann (Kap. 3) und die Historische Soziologie durch die vergleichende Untersuchung über die sozialen Ursprünge von Demokratie und Diktatur auf dem Weg in die Moderne von Barrington Moore (Kap. 4). In KE 3 begibt sich das Lehrgebiet Neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte auf drei Alternative Wege zur Außereuropäischen Geschichte, um perspektivische Erweiterungen des Geschichtsbildes gegenüber traditionellen Ansätzen aufzuzeigen: transnationale Geschichte als Abkehr von nationalstaatlicher Beschränkung (Kap. 1), die Geschichte der Kolonisierten "von unten" als Korrektur der Kolonialgeschichte "von oben" (Kap. 2) und die Postcolonial Studies als Versuch einer diskursiven Zertrümmerung kultureller Stereotypen (Kap. 3).